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Hilfethemen zu „Inkasso“:
Was ist Inkasso?

Der Begriff Inkasso bezeichnet die geschäftsmäßige Beitreibung oder Einziehung fälliger Forderungen ...

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Was tun bei Inkassoschreiben?

Hat der Gläubiger die offene Forderung dem Kunden gegenüber rechtmäßig angemahnt  ...

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Warum gibt es Inkassogebühren?

Ein Schreiben von einem Inkassounternehmen ist für einen Verbraucher erst einmal ärgerlich. 

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Der Mahnbescheid

 

Wenn außergerichtliche Mahnungen oder die Einschaltung eines Inkassounternehmens erfolglos verlaufen, ergeht häufig ein Mahnbescheid. Dies ist für Kaufleute und Handwerker oft der letzte Schritt, um säumige Kunden zur Bezahlung zu bewegen. Darüber hinaus haben auch Sie als Privatperson die Möglichkeit, offene Forderungen mithilfe des gerichtlichen Mahnverfahrens durchzusetzen. Die Inkassounternehmen von inkassoportal.de unterstützen Sie und beantragen für Sie auf Wunsch den Mahnbescheid. Das gerichtliche Mahnverfahren richtet sich nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung. Seine Besonderheit besteht darin, dass es als vereinfachtes gerichtliches Verfahren die Vollstreckung ohne Klage und Urteil ermöglicht. Die Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens ist nur zulässig, wenn der Gläubiger seine Gegenleistung bereits vollständig erbracht hat und die Forderung fällig ist.

Mahnbescheid beim Zentralen Mahngericht beantragen

Für den Mahnbescheid sind nicht mehr die örtlichen Amtsgerichte zuständig. Vielmehr obliegt diese Aufgabe deutschlandweit Zentralen Mahngerichten. Mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen ist in jedem Bundesland ein Zentrales Mahngericht eingerichtet. In Nordrhein-Westfalen ist die Zuständigkeit mit den Amtsgerichten in Hagen und Euskirchen auf zwei zentrale Mahngerichte in den Oberlandesgerichtsbezirken übertragen. Örtlich zuständig ist jeweils das Gericht des Bundeslandes, in dem der Antragsteller ansässig ist.  § 20 des Rechtspflegergesetzes bestimmt, dass die Bearbeitung der Mahnverfahren durch Rechtspfleger erfolgt. Antragsteller haben die Möglichkeit, den Mahnantrag schriftlich oder elektronisch einzureichen. Hierzu können sie entweder das benötige Formular im Schreibhandel erwerben oder direkt den Online-Mahnantrag nutzen. Das 2. Justizmodernisierungsgesetz regelt die Übermittlung des Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids in einer ausschließlich maschinell lesbaren Form. Rechtsanwälte und Inkassounternehmen übermitteln den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids ausschließlich in dieser Form. Das Mahngericht erlässt den Mahnbescheid erst nach Erhalt der dafür zu entrichtenden Gebühr. Diese richtet sich nach  § 34 des Gerichtskostengesetzes und der Höhe der Forderung. Die Kosten des Verfahrens stellt der Gläubiger dem Schuldner als Nebenkosten zum Mahnbescheid in Rechnung. Dasselbe gilt für Kosten, die durch die Beauftragung eines Rechtsanwalts oder Inkassounternehmens entstehen.

Inhalt des Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids

Das Mahnbescheid-Formular gibt den Inhalt des Antrags vor. Neben den Daten des Antragstellers und Antragsgegners muss der Antrag eine Beschreibung des Anspruchs enthalten. Die Höhe der Hauptforderung, möglicher Zinsen und vorhandener Nebenforderungen muss der Antragsteller ebenfalls angeben. Darüber hinaus entscheidet der Antragsteller, wie im Fall eines Widerspruchs gegen den Mahnbescheid verfahren wird. Er kann bestimmen, ob ein Gerichtsverfahren zur Klärung der Rechtmäßigkeit der Forderung stattfinden soll. In diesem Fall teilt er mit, welches Gericht das Verfahren durchführen soll. Datum und Unterschrift sowie Angaben über mögliche Prozessbevollmächtigte sind weitere Inhalte des Antrags.

Der Mahnbescheid und seine Folgen

Der Mahnbescheid eröffnet das gerichtliche Mahnverfahren, stellt aber selbst keinen Vollstreckungstitel dar. Der Schuldner hat zwei Reaktionsmöglichkeiten: Er kann innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung des Mahnbescheids Widerspruch beim zentralen Mahngericht einlegen oder die Forderung mit allen angegebenen Nebenkosten bezahlen. Reagiert der Antragsgegner nicht innerhalb dieser Frist auf den Mahnbescheid, erlässt das zuständige Gericht auf Antrag des Antragsstellers einen Vollstreckungsbescheid. Den Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids stellt der Gläubiger frühestens zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheids beim zuständigen Mahngericht. Der Vollstreckungsbescheid hat die Wirkung eines Vollstreckungstitels. Sobald das Mahngericht den Vollstreckungsbescheid erlässt und dem Antragsgegner zustellt, kann der Gläubiger einen Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung beauftragen. Im Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids entscheidet der Antragsteller, ob der Bescheid per Post oder persönlich durch den Gerichtsvollzieher zugestellt werden soll. Stellt der Gerichtsvollzieher den Bescheid zu, kann er die Zwangsvollstreckung sofort durchführen. Der Vollstreckungsbescheid entfaltet keine aufschiebende Wirkung. Er ist also unabhängig von der Einspruchsfrist durchsetzbar.

Widerspruchsmöglichkeit gegen den Mahnbescheid

Das Mahngericht prüft die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht, bevor es einen Mahnbescheid erlässt. Deshalb sollten Sie, wenn Sie einen Mahnbescheid erhalten, den Anspruch und die Höhe der Forderung auf Richtigkeit prüfen. Ein Widerspruch ist ratsam, wenn die Forderung aus Ihrer Sicht insgesamt oder in Teilen unbegründet ist. Da das Gesetz keine feste Widerspruchsfrist gegen den Mahnbescheid vorsieht, ist dieser bis zum Erlass des Vollstreckungsbescheids möglich. Danach wird das Mahngericht Ihren Widerspruch als Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid werten. Der Mahnbescheid enthält ein Formular für den Widerspruch. Das Widerspruchs-Formular muss der Antragsgegner ausfüllen, unterschreiben und an das Amtsgericht senden.

 

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