So erreichen Sie uns:
Bei technischen Fragen oder
Fragen zum Anmeldeprozess:


+49 (0)7221 / 97 20 10 30
Mo.-Fr.: 7:00-20:00, Sa.: 9:00-18:00

@:Support Formular
Bei technischen Fragen oder
Fragen zum Anmeldeprozess
Hilfethemen zu „Inkasso“:
Was ist Inkasso?

Der Begriff Inkasso bezeichnet die geschäftsmäßige Beitreibung oder Einziehung fälliger Forderungen ...

Mehr lesen »


Was tun bei Inkassoschreiben?

Hat der Gläubiger die offene Forderung dem Kunden gegenüber rechtmäßig angemahnt  ...

 Mehr lesen »


Warum gibt es Inkassogebühren?

Ein Schreiben von einem Inkassounternehmen ist für einen Verbraucher erst einmal ärgerlich. 

Mehr lesen »

Widerspruch beim Mahnbescheid - zentrales Element beim gerichtlichen Mahnverfahren

 

Das gerichtliche Mahnverfahren besteht aus mehreren Etappen. Der Widerspruch gegen den Mahnbescheid kann vom Schuldner zu einem bestimmten Zeitpunkt eingelegt werden, falls er die gegen ihn geltend gemachte Forderung zurückweist und nicht anerkennt. Der Widerspruch gegen den Mahnbescheid sollte allerdings nicht leichtfertig eingelegt werden. Was ein Widerspruch beim Mahnbescheid genau ist und wann man ihn einlegt, klärt der folgende Text.

Gerichtliches Mahnverfahren ‒ wann es dazu kommt 

Lässt sich eine Forderung weder im kaufmännischen Mahnprozess noch durch das außergerichtliche Vorgehen eines Inkassodienstleisters beitreiben, bleibt einem Gläubiger keine andere Wahl, als ein gerichtliches Mahnverfahren anzustreben. Hierfür kann er die Hilfe eines Dienstleisters aus dem Inkassobereich in Anspruch nehmen. Für den Schuldner ist ein gerichtliches Verfahren unangenehm und kann dazu führen, dass er Besuch vom Gerichtsvollzieher bekommt. Es ist also auf jeden Fall von Vorteil für den Schuldner, ein gerichtliches Mahnverfahren zu umgehen.

Widerspruch gegen Mahnbescheid im gerichtlichen Mahnverfahren

Sobald sich der Schuldner in Verzug befindet, kann theoretisch ohne weitere Fristen das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden. Das vereinfachte Verfahren soll einen langwierigen Zivilprozess nach Möglichkeit umgehen. Im gerichtlichen Mahnverfahren gibt es verschiedene festgelegte Etappen. Zunächst beantragt der Gläubiger oder ein von ihm beauftragter Dienstleister den Mahnbescheid. Dort führt er seine Hauptforderung sowie seine Nebenforderungen auf. Das sind im Groben die Kosten, die ihm aus dem Verzug und durch den Beitreibungsprozess entstanden sind. Das Gericht prüft, sobald die Gerichtskosten entrichtet wurden, den Antrag nicht auf sachliche Richtigkeit, sondern nur auf formale Richtigkeit und Plausibilität.

Aus diesem Grund wird dem Schuldner im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens die Möglichkeit eingeräumt, Widerspruch gegen Mahnbescheid und Gläubiger-Forderung einzulegen. Die sachliche Richtigkeit, also die Frage, ob der Anspruch zu Recht besteht und wie er belegt werden kann, prüft das Gericht zu diesem Zeitpunkt nicht. Das gerichtliche Mahnverfahren ist ein verkürzter Prozess, für Fälle, in denen die Sachlage unstrittig ist.

Kurz nach dem Antrag beim zuständigen Zentralen Mahngericht ergeht bei formaler Richtigkeit ein Mahnbescheid. Es ist nun das Recht des Schuldners, Widerspruch dagegen einzulegen. Dafür bleiben ihm mindestens zwei Wochen Zeit. Formal kann der Schuldner solange Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen, wie kein Vollstreckungsbescheid bei ihm eingetroffen ist. Ein einfaches Schreiben an das Amtsgericht genügt, um dem Mahnbescheid zu widersprechen, ein Vordruck hierfür findet sich beim Mahnbescheid anbei.

Wird kein Widerspruch gegen den Mahnbescheideingelegt, wird die Forderung als unstrittig angesehen. Damit geht das Gericht davon aus, dass der Schuldner anerkennt, dem Gläubiger die geltend gemachte Summe zuschulden. In diesem Fall folgt kurze Zeit später der Vollstreckungsbescheid. Auch gegen diesen kann der Schuldner Einspruch einreichen, allerdings unter anderen Vorzeichen als beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid.

Mit dem Vollstreckungsbescheid hat der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel erworben. Damit kann von nun an der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen, wenn der Schuldner immer noch nicht zahlt. Außerdem bleibt der Titel 30 Jahre lang rechtsgültig. Auch bei einer vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit und einer eidesstattlichen Versicherung muss der Gläubiger die Hoffnung also nicht aufgeben, zu seinem Recht zu kommen. Die Verfahrenskosten trägt letztlich der Schuldner.

Widerspruch gegen Mahnbescheid - die Folgen

Mit dem Widerspruch ist das einfache Mahnverfahren unterbrochen. Bereits bei der Beantragung eines Mahnbescheids kann der Gläubiger festlegen, dass er im Falle eines Widerspruchs die Durchführung eines streitigen Verfahrens beantragt. Der Fall wird bei Widerspruch gegen den Mahnbescheid als normale Klage an das zuständige Gericht weitergereicht. Dieses informiert den Gläubiger oder seinen Vertreter. Der kann nun formell Klage erheben und somit beantragen, dass der Schuldner zur Zahlung der Haupt- und Nebenforderung verurteilt wird. Dieses Zahlungsbegehren muss er nun sachlich begründen. Für diese Begründung hat der Antragsteller im Allgemeinen zwei Wochen Zeit. Dabei werden erneuet Gerichtskosten fällig, die im Verfahren zur Gesamtforderung hinzugerechnet werden.

Widerspruch gegen Mahnbescheid - Für und Wider

Ist eine Forderung berechtigt, tut der Schuldner gut daran, keinen  Widerspruch gegen den Mahnbescheid zu erheben. Ansonsten kommt es zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren, durch das sich seine Gesamtschuld durch Gerichtskosten und weiteren Verzug erhöht. Ist der Schuldner allerdings der Meinung, die Forderungen seien aus der Luft gegriffen, muss er Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen. Sonst entsteht ein Titel gegen ihn. Wann ein Widerspruch beim Mahnbescheid angebracht ist, hängt also von der Berechtigung der Forderung ab.

 

  • Einfache, direkte Kommunikation
  • Schnelle Problemlösung
  • Unbürokratische Abwicklung
  • Individuelle Zahlungspläne
Jetzt registrieren »

Einfach mit Ihrem Aktenzeichen einloggen und Kontakt zu unserem Kundenservice aufnehmen. Wir helfen Ihnen gern!