Brief von Inkasso Service - was nun?

Wer einen Brief von einem Inkasso-Unternehmen erhalten hat, sollte Ruhe bewahren und sich sachlich mit dem Inhalt auseinandersetzen. Nach einem Brief von einem Inkasso-Unternehmen muss der Empfänger zunächst klären, ob die erhobene, im Inkassoschreiben aufgeführte Forderung tatsächlich besteht und ob sie möglicherweise schon bezahlt ist. Wer Zweifel hat, sollte seine Unterlagen sichten und geeignete Nachweise vorlegen.

Grundsätzlich haben Gläubiger die Möglichkeit, offene, fällige Forderungen an ein Inkassounternehmen zu übergeben, das fortan für den Einzug der Forderung verantwortlich ist und im Auftrag und im Namen des Gläubigers handelt. Eine andere Möglichkeit ist der Forderungskauf, bei dem das Inkassounternehmen Eigentümer der Forderung wird. Nach einem Brief von einem Inkasso-Unternehmen sollte man deshalb überprüfen, ob das Inkassounternehmen berechtigt ist, die benannte Forderung einzuziehen.

Brief von "Inkasso Service" – muss ich mich vor einem Gerichtsvollzieher, einem Schufa-Eintrag Eintrag bei einer Auskunftei oder einer Lohn- und Kontopfändung fürchten?

Am weiteren Geschäftsgebaren wird man nach einem Brief von einem Inkasso-Dienstleister bald erkennen, ob es sich um ein seriöses oder unseriöses Inkassounternehmen handelt. Ein Gerichtsvollzieher darf nur dann beauftragt werden, wenn bereits per Gerichtsentscheid gegen den Schuldner ein Vollstreckungstitel vorliegt. Dieser ist beispielsweise das Ergebnis einer vor Gericht gewonnen Klage und eines abschließenden Urteils. Eine andere Möglichkeit, um einen Vollstreckungstitel gegen den Schuldner zu erwerben, ist der Antrag auf Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens, das mit dem Erlass eines Vollstreckungsbescheids endet. Nur wenn der Schuldner keinen Rechtsbehelfe gegen den Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid einlegt, wird ein rechtskräftiger Titel erwirkt. Ein Brief von einem "Inkasso Service" reicht also längst nicht aus, um einen Gerichtsvollzieher zu beauftragen. Das gleiche gilt für die Androhung einer Lohn- und Kontopfändung. Hier reicht ein Brief von einem Inkassounternehmen nicht aus, sondern es ist ebenfalls ein vollstreckbarer Titel erforderlich. Ein Inkassounternehmen hat im Rahmen des § 28a BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) die Möglichkeit, einen negativen Eintrag bei einer Auskunftei zu veranlassen. Empfehlenswert, sollte doch einmal eine Forderung nicht berechtigt sein, ist ein Einschreiben mit Rückschein, das einen schriftlichen Widerspruch gegen die offene Forderung und auch gegen einen Eintrag bei einer Auskunftei beinhalten sollte. Wichtig ist in diesem Fall ausführlich zu begründen, warum die Forderung nicht berechtigt ist und dass diese auch nicht bezahlt wird.

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