Wie werden Inkassokosten berechnet?

Beim Thema Inkasso kommt oft die Frage auf, wie Unternehmen die damit verbundenen Kosten (umgangssprachlich fälschlicherweise auch als Mahnkosten oder Mahngebühren bezeichnet) berechnen. Die Höhe der Inkassokosten ist geregelt in § 4 Abs. 5 RDGEG. Zulässig sind damit Inkasskosten in Höhe einer vergleichbarten 1,3 Gebühr (Schwellengebühr). Gemäß dieser Vorschrift findet das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz analoge Anwendung auf die Tätigkeit der Inkassounternehmen. Die Inkassokosten errechnen sich analog § 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV RVG sowie § 13 RVG i.V.m. Nr. 7002 VV RVG für die Auslagen.

Welche Methode wenden Inkassounternehmen für die Kostenberechnung an?

Das Inkassounternehmen von arvato Financial Solutions errechnet die Inkassokosten dementsprechend, macht also übliche Kosten geltend.

Genau lässt sich die Höhe der Inkassokosten berechnen, wenn man die Höhe der Hauptforderung kennt. Der Betrag, den ein Gläubiger für seine erbrachte Leistung vom Schuldner fordert, ist die Basis, auf der sich Inkassokosten bestimmen lassen.

Ich verstehe nicht, wieso Inkassounternehmen Inkassokosten berechnen?

Die Dienstleistungen, die Inkassounternehmen anbieten, verursachen Kosten.  Die Inkassokosten gehören im Übrigen zu den Rechtsverfolgungskosten, die dem Gläubiger dadurch entstehen, dass der Schuldner in Zahlungsverzug ist. Diesen Verzugsschaden muss der Schuldner dem Gläubiger ersetzen.

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