Schreiben von "Inkasso Service" - was nun?

Ein Schreiben von einem "Inkasso Service" hat eine offene Forderung als Hauptforderung sowie Nebenforderungen, beispielsweise Mahnkosten des Gläubigers, Verzugszinsen, Inkassokosten, zum Inhalt. Der Empfänger wird im Inkassoschreiben aufgefordert, die darin ausgewiesenen Beträge unverzüglich zu überweisen. Wer ein Inkassoschreiben in den Händen hält, ist meistens zunächst schockiert. Doch hierzu gibt es keinen Grund, denn dem Schuldner stehen mehrere Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Schreiben von Inkasso – wie kommt ein Inkassounternehmen an meine Daten?

Wer ein Schreiben von einem Inkasso-Dienstleister erhält, fragt sich möglicherweise, wie das Inkassounternehmen an diese persönlichen und sensiblen Daten gekommen ist. Mittlerweile entscheiden sich zahlreiche Unternehmen dafür, auf ein hausinternes Forderungsmanagement zu verzichten und das Einziehen von Forderungen auf Inkassounternehmen zu übertragen. Je nach zugrunde liegendem Rechtsverhältnis wird dieses im Namen des Gläubigers oder auch in eigenem Namen tätig. Der Gläubiger kann ein Inkassounternehmen bevollmächtigen, in der Regel unbestrittene Forderungen für ihn einzuziehen. Es kann aber auch treuhänderisch auf der Basis eines Vertrages für ihn tätig werden. Außerdem hat der Gläubiger die Möglichkeit, durch einen Forderungskauf Forderungen mit allen Rechten und Pflichten an ein Inkassounternehmen zu verkaufen. Anders als vielleicht ein Schreiben von "Inkasso Services" vermuten lässt, ist die Arbeit von Inkassounternehmen darauf gerichtet, als Mittler zwischen Gläubiger und dem säumigen Kunden aufzutreten. Dementsprechend hoch ist auch die Erfolgsquote beim Einziehen von Forderungen durch Inkassounternehmen, die in erster Linie darauf abzielt, im außergerichtlichen Mahnverfahren zu einer Einigung zu kommen.

So erkennt man ein seriöses Inkassounternehmen

Die Reaktion auf ein Schreiben von "Inkasso Services" ist auch davon abhängig, ob es sich um ein seriöses Inkassounternehmen handelt oder nicht. Bereits am Schreiben kann man erkennen, ob ein Inkassounternehmen seriös arbeitet oder nicht. Gemäß § 11a RDG bestehen für Inkassounternehmen für die erste Geltendmachunung einer Forderung gegenüber einer Privatperson Informations- und Darlegungspflichten. Die Nichteinhaltung kann mit einem Ordnungsgeld geahndet werden. Seriös arbeitet daher, wer im Schreiben von Inkasso u.a. die ursprüngliche Forderung und deren Inhaber benennt. Regelmäßig wird ein seriös arbeitendes Inkassounternehmen ein oder zwei Inkassoschreiben versenden und die Aktivitäten gegebenenfalls auch mit Telefoninkasso unterstützen. Ein seriös arbeitendes Unternehmen sucht durch ein oder auch mehrere Schreiben nach einer einvernehmlichen Lösung zwischen Gläubiger und Schuldner, beispielsweise Ratenzahlungen oder Stundungen. Seriöse Inkassounternehmen übernehmen in der Regel nur Forderungen, die unbestritten sind.

Schreiben von Inkasso – mögliche Reaktionen

Wer ein Schreiben von einem Inkasso-Dienstleister erhält und sicher ist, dass die Forderung nicht in der genannten Höhe oder überhaupt nicht besteht, sollte sich unverzüglich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung setzen. Sinnvoll ist ein schriftlicher Widerspruch mit einer ausführlichen Begründung. Ist das Schreiben vom "Inkasso Service" indes begründet und der Empfänger verweigert weiterhin die Zahlung, muss er gegebenenfalls mit der Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens rechnen. Möglicherweise wird die Angelegenheit, die mit einem Schreiben vom "Inkasso Service" begonnen hat, in einem Rechtsstreit weitergeführt. Dadurch entstehen weitere Kosten wie etwa die Gerichtskosten, die der Schuldner in der Gesamtheit zu tragen hat.

 

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