Was ist ein Vollstreckungsbescheid?

Mit der Frage „Was ist ein Vollstreckungsbescheid?“ befassen sich Gläubiger und Schuldner gleichermaßen. Für beide Seiten entwickelt ein rechtskräftiger Vollstreckungsbescheid wichtige Wirkungen. Lieferanten, Handwerker und Unternehmen sehen im Vollstreckungsbescheid oft die letzte Möglichkeit, den Ausgleich offener Forderungen zu bewirken. Unternehmen aller Branchen sind auf die Bezahlung ihrer Leistungen angewiesen, denn nur so sind sie in der Lage, ihren Geschäftsbetrieb dauerhaft aufrecht zu erhalten. Die Beantwortung der Frage „Was ist ein Vollstreckungsbescheid?“ stellt sich aus der Sicht des Schuldners anders dar. Ein rechtskräftiger Vollstreckungsbescheid hat die Wirkung eines Pfändungstitels und ermöglicht damit die sofortige Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners. Der Titel unterbricht die Verjährung und sichert daher auch langfristig die bestehenden Forderungen. inkassoportal.de informiert Sie über das gerichtliche Mahnverfahren sowie über Rechtsbehelfsmöglichkeiten.

Was ist ein Vollstreckungsbescheid? ‒ das Antragsverfahren

Um einen Vollstreckungsbescheid zu erlangen, müssen Gläubiger zunächst einen Mahnbescheid beantragen. Dieser hemmt die Verjährung der Forderung und führt zur Eröffnung des gerichtlichen Mahnverfahrens. Nach Zustellung des Mahnbescheids hat der Schuldner als Antragsgegner die Möglichkeit, bis zum Erlass des Vollstreckungsbescheids Widerspruch gegen die Forderung zu erheben. Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid nicht innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung, kann der Gläubiger den Vollstreckungsbescheid beim Mahngericht beantragen. Die Frist zur Beantragung des Vollstreckungsbescheids endet sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids.

Was ist ein Vollstreckungsbescheid? ‒ die Durchsetzung

Der Vollstreckungsbescheid entfaltet die Wirkung eines Versäumnisurteils. Das bedeutet für den Gläubiger, dass die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner sofort eingeleitet werden kann. Die sofortige Vollstreckbarkeit ist unabhängig von der Rechtskraft des Vollstreckungsbescheides. Der Gläubiger hat die Wahl, ob der Vollstreckungsbescheid dem Schuldner per Post oder persönlich durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt werden soll. Entscheidet man sich für die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher, so kann dieser bereits mit der Übergabe des Vollstreckungsbescheides die Zwangsvollstreckung durchführen.

Was ist ein Vollstreckungsbescheid? ‒ Auswirkung auf die Bonität

Schuldner, die einen Vollstreckungsbescheid erhalten, müssen mit einer Beeinträchtigung ihrer Bonität rechnen, wenn es aufgrund dieses Titels zu einer Eimeldung bei einer Auskunftei kommt. Banken und Lieferanten werden sich daher bei der Kreditgewährung zurückhaltend zeigen.

Was ist ein Vollstreckungsbescheid? - Rechtsbehelf und Wirksamkeit

Gegen den Erlass eines Vollstreckungsbescheids kann der Schuldner innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch erheben. Der Einspruch empfiehlt sich dann, wenn die Forderung aus der Sicht des Schuldners nicht rechtmäßig ist. Die Klärung der Rechtmäßigkeit der Forderung erfolgt danach in der Regel in einem Zivilprozess. Hat der Schuldner zutreffende Argumente gegen die Rechtmäßigkeit einer Forderung vorzubringen, empfiehlt sich daher bereits der Widerspruch gegen den Mahnbescheid. Damit können Schuldner dem Erlass eines Vollstreckungsbescheides vorbeugen.

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