Was tun bei Inkassoschreiben?

Was tun bei Inkassoschreiben? 

Hat der Gläubiger die offene Forderung dem Kunden gegenüber rechtmäßig angemahnt, kann er die Forderung an ein Factoring-Unternehmen verkaufen oder Inhaber der Forderung bleiben und ein Inkassobüro beauftragen, die Forderung in seinem Namen einzutreiben. Während die einen die Forderung schriftlich anmahnen, entscheiden sich andere Inkassounternehmen gegen Inkassoschreiben und für Telefoninkasso. Um als Inkassounternehmen Inkassoschreiben verschicken oder Telefoninkasso betreiben zu können, bedarf es einer Registrierung bei der zuständigen Registrierungsbehörde. 

Was tun bei Inkassoschreiben? – das Inkassoschreiben und sein Inhalt

Durch das Inkassoschreiben wird der Schuldner zunächst über die offene Forderung aufgeklärt. Gleichzeitig wird er aufgefordert, unverzüglich den ausgewiesenen Betrag zu bezahlen. Dieser ist die Summe aus der dem Gläubiger geschuldeten Forderung sowie den für das Tätigwerden des Inkassounternehmens anfallenden Kosten. Aus diesem Grund fällt der im Inkassoschreiben geforderte Betrag regelmäßig wesentlich höher aus als die ursprüngliche Forderung. Bei Erhalt eines Inkassoschreibens ist es wichtig, ruhig und besonnen zu reagieren.

Was tun bei Inkassoschreiben und wie darauf reagieren?

Zunächst sollte man anhand persönlicher Unterlagen überprüfen, ob die angemahnte Forderung existiert. Manchmal lohnt sich auch ein Blick in die Vergangenheit, denn eine titulierte Forderung verjährt erst nach dreißig Jahren. Wer nicht fündig wird, kontaktiert das Inkassounternehmen mit der Aufforderung, die Forderung nachzuweisen. Wer jetzt auf Zeit spielt, erhöht unnötig die Kosten. Reagiert der Schuldner nicht oder auch verspätet auf das Inkassoschreiben, folgt ggf. ein zweiter Brief seitens des Inkassounternehmens. Dieser enthält zumeist den Vorschlag, den offenen Betrag in Raten zu begleichen.

Was tun bei Inkassoschreiben? – die Reaktion des Schuldners

Wer als Schuldner nicht auf Inkassoschreiben reagiert und die bestehenden Forderungen nicht fristgerecht begleicht, wird oft vom Inkassounternehmen erneut kontaktiert, um doch noch zur Zahlung bewegt zu werden. Reagiert der Schuldner nicht auf Inkassoschreiben, muss er mit der Eröffnung eines gerichtlichen Mahnverfahrens rechnen. Dem Mahnschreiben liegt ein Formblatt bei, auf dem sich der Schuldner zu den Forderungen äußern kann. Nach Erhalt des Inkassoschreibens ist das Inkassounternehmen der einzige Ansprechpartner, an den die anstehenden Zahlungen zu entrichten sind. Der Mahnprozess kann nur gestoppt werden, wenn die Forderung innerhalb der gesetzten Frist beglichen wird. Nur so lassen sich weitere Konsequenzen vermeiden. Durch die Einleitung des Inkassoverfahrens können jedoch personenbezogene Daten an Auskunfteien weitergeben werden. Dies kann sich bei Vertragsabschlüssen oder Kreditaufnahmen bei der Bonitätsanfrage negativ auswirken und somit der Vertrag oder Kredit verweigert werden. Wer Einwände gegen die Forderungen hat oder sich ungerechtfertigt von einem Inkassounternehmen in Anspruch genommen fühlt, sollte dies dem Inkassounternehmen mitteilen. Schuldner, die den Überblick über ihre offenen Forderungen verloren haben oder sich keiner Schuld bewusst sind, sollten ohne zeitliche Verzögerung eine Schuldnerberatungsstelle oder eine Verbraucherzentrale aufsuchen. Hier erhält der Schuldner professionelle Hilfe.

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