Wissenswertes zum Thema Identitätsdiebstahl

Identitätsdiebstahl oder auch Identitätsbetrug liegt vor, wenn persönliche Daten einer Person ohne deren Wissen und Einverständnis benutzt werden. Das kommt zum Beispiel vor, wenn Daten wie die Adresse, die Kreditkartendetails oder die Kontoverbindung in falsche Hände geraten und diese missbräuchlich für Online-Einkäufe verwendet werden. Was Sie wissen müssen, um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen, erfahren Sie hier.  


Was versteht man unter einem Identitätsdiebstahl?
Bei einem Identitätsdiebstahl verschafft sich der Täter Zugriff zu personenbezogenen Daten und nutzt diese Daten missbräuchlich. Die Täter verwenden dabei ganz unterschiedliche Tricks, um sich Zugang zu diesen Daten zu verschaffen. Um mit einer fremden Identität beispielsweise Einkäufe zu tätigen, reichen oftmals schon Daten wie Name und Geburtsdatum aus. Diese Daten finden Täter häufig in sozialen Netzwerken wie Facebook oder XING.

Wie bemerkt man einen Identitätsdiebstahl?
Wenn man Rechnungen und Mahnungen erhält, obwohl man nichts bestellt hat, ist man wahrscheinlich Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden. Auch Abbuchungen von Ihrem Konto, die Sie nicht zuordnen können, weisen auf einen Identitätsdiebstahl hin.

Was tun, wenn man Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist?
Wenn man bemerkt, dass man Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist, ist es notwendig zu handeln: Das Wichtigste ist, unverzüglich zur Polizei zu gehen und eine Strafanzeige zu erstatten. Außerdem sollte man umgehend alle Passwörter ändern und den PC auf Viren scannen. Wichtig ist auch, Kontakt mit den Rechnungsstellern und Ihrer Bank aufzunehmen und ihnen mitzuteilen, dass Sie die Waren nicht bestellt haben sowie den Verdacht zu äußern, dass Sie wahrscheinlich Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind. Informieren Sie auch das Inkassounternehmen, welches Ihnen Mahnungen schickt und klären sie es über den Verdacht auf.

Wie gehen die Täter vor?
Es gibt viele Methoden, die Täter nutzen, um sich Zugang zu personenbezogenen Daten zu verschaffen. Für Bestellungen in Online-Shops reichen oft schon der Name und das Geburtsdatum aus. Eine weitere Vorgehensweise sind die sogenannten Phishing-Mails: Die Täter erstellen gefälschte Unternehmensseiten und fordern per E-Mail dazu auf, Kundendaten einzugeben. Diese Daten werden dann gespeichert und dienen den Tätern dazu, Einkäufe in Online-Shops zu tätigen und die Ware anschließend weiterzuverkaufen. Für die Täter gibt es allerdings auch „offline“-Möglichkeiten an Ihre Daten zu kommen, wie beispielsweise der Diebstahl der Brieftasche oder das Durchsuchen von Mülltonnen. In den Mülltonnen suchen die Täter nach Dokumenten, die mit Ihren Daten versehen sind – wie beispielsweise Briefe von Ihrer Bank oder Firmen, bei denen Sie Waren bestellt haben. Auch hier ist Vorsicht geboten.

Was machen die Täter mit Ihren Daten genau?
Am verbreitetsten ist der Warenkreditbetrug. Das bedeutet, dass die Täter im Namen des Opfers Waren auf Rechnung in Online-Shops bestellen und die Pakete bei den Nachbarn oder in Paketstationen abfangen. Wenn die Täter auch in Besitz Ihres Personalausweises sind, kann es sein, dass die Täter damit auch Konten eröffnen und so Kauf- oder Leasingverträge abschließen.

Unsere Tipps, wie Sie sich schützen können:

  • Nutzen Sie für jede Website und jeden Account unterschiedliche Passwörter.
  • Prüfen Sie regelmäßige alle Abbuchungen, die von Ihrem Konto erfolgen.
  • Werfen Sie keine Unterlagen, die Ihre Daten enthalten, in den Müll. Nutzen Sie einen Aktenvernichter, um Unterlagen zu entsorgen.
  • Entfernen Sie Adress-Etiketten mit Kundennummern von Versandhaus-Katalogen oder Werbepost und zerreißen Sie diese vor Entsorgerung.
  • Verwenden Sie einen sicheren Computer und führen Sie regelmäßig Virenscans und Updates durch.
  • Überprüfen Sie vor Bestellung unbedingt den Händler auf Seriosität. Nutzen Sie dazu Seiten wie Trustpilot oder Trusted Shops.
  • Prüfen Sie auch bei eBay oder anderen Plattformen die Händler auf Seriosität. Nutzen Sie hierzu die Bewertungen und Erfahrungen andere Käufer.
  • Öffnen Sie Mails, Anhänge und Links nur, wenn Ihnen die Quelle bekannt und seriös vorkommt. Geben Sie keine vertraulichen Daten preis, wenn Ihnen die Quelle unbekannt ist oder verdächtig vorkommt.