Bonität ‒ Was Sie über die Kreditwürdigkeit wissen müssen

 

Als Bonität bezeichnet man die Einschätzung einer Person oder Firma hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit und -willigkeit. Das bedeutet: Je höher die Bonität einer Person ist, desto mehr steht sie im Ruf, ihre Rechnungen pünktlich zahlen zu können und zu wollen. Im Deutschen spricht man auch von Kreditwürdigkeit.

Für Unternehmen ist es - gerade im anonymen Distanzhandel wie im Internet - wichtig, die Bonität eines zukünftigen oder aktuellen Geschäftspartners einschätzen zu können. Der Vertragspartner möchte wissen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein Geld bekomme? Man spricht auch von der Ausfallwahrscheinlichkeit. Je geringer diese ist, desto höher ist die Bonität. Hierfür gibt es im Geschäftsleben verschiedene Methoden der Bonitätsprüfung. Diese Verfahren basieren auf betriebswirtschaftlichen Theorien und mathematisch-statistischen Werten. Eine solche Prüfung kann aus unterschiedlichen Ursachen erfolgen. Der klassische Fall ist der Bankkredit, aber auch andere Firmen wie Autohändler, Baufirmen oder Versandhäuser wollen wissen, wie es um die Bonität von potenziellen Kunden steht.

Bonitätsprüfung durch Banken

Beantragt eine Privatperson einen Kredit bei einer Bank, wird ihre Bonität geprüft. Dazu ist das Kreditinstitut  verpflichtet. Es muss die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Kreditnehmer auch während der Laufzeit regelmäßig prüfen. Notwendige Informationen sind der Einkommensnachweis, persönliche Angaben über Beruf, Adresse, Eigentum sowie ein Haushaltsplan. Dieser zeigt, ob man die Monatsraten mit dem Familieneinkommen bezahlen kann. Die persönliche Beurteilung des Bankbetreuers kann ebenfalls eine Rolle spielen. Zudem holen Banken meistens Informationen von Auskunfteien ein. Die Bewertung der Bonität hat eine erhebliche Auswirkung auf den Kreditzins. Grob gesagt gilt die Formel: gute Bonität gleich niedriger Zins und umgekehrt.

Kriterien einer Bonitätsprüfung

In der Praxis werden zur Feststellung der Bonität meistens folgende Kriterien herangezogen: bisheriges Zahlungsverhalten, Einkommenssituation, Ausgabensituation, Vermögenssituation, Schuldensituation sowie Güterstand. Die Festlegung und Gewichtung der einzelnen Bonitätskriterien ist grundsätzlich jedem Gläubiger freigestellt. Man kann positive Merkmale oder Grunddaten von sogenannten Negativmerkmalen unterscheiden. Innerhalb der Negativmerkmale unterscheidet man zudem harte und weiche Kriterien. Zu den harten Kriterien zählen u.a Zwangsvollstreckungen, Insolvenzverfahren oder die Vermögensauskunft (früher: eidesstattliche Versicherung). Diese müssen beweiskräftig sein. Als weiche Negativmerkmale bezeichnet man Aussagen, wie zum Beispiel die Beantragung eines Mahnbescheides, Klageerhebung oder eine außergerichtliche Mahnung. Die Übermittlung der Negativmerkmale unterliegt  strengen Voraussetzungen des Bundesdatenschutzgesetzes (§28a Abs. 1 BDSG).

Kredit-Scoring

Eine gängige Methode ist das Kredit-Scoring. Es ist bei den meisten Banken üblich. Dabei werden verschiedene Kriterien wie Nettoeinkommen, Beruf, Vermögenswerte etc. automatisch ausgewertet und gewichtet. Dies ergibt dann eine Bonitätsnote. Das automatisierte Kredit-Scoring ist schnell und einfach, allerdings werden persönliche Kriterien hier nicht berücksichtigt. Die meisten Auskunfteien wenden eigene Methoden des Kredit-Scoring an.

Auskunfteien

Bei der Feststellung der Bonität spielen Auskunfteien in der Praxis eine große Rolle. Als Dienstleister speichern sie Daten und bieten gegen eine Gebühr ihre Expertise an. Aus dem Zahlungsverhalten der Vergangenheit errechnen sie eine Prognose zum Zahlungsverhalten einer Person in der Zukunft (Scoring). Zu den Auskunfteien zählen neben der Schufa auch Unternehmen wie die infoscore Consumer Data GmbH, ein Unternehmen von arvato Financial Solutions, Creditreform, Hoppenstedt, Bürgel und Dun & Bradstreet. Ihre Informationen beziehen Auskunfteien zum einen aus öffentlichen Daten amtlicher und halbamtlicher Stellen. So werden in Deutschland beispielsweise Insolvenzen öffentlich gemacht und können eingesehen werden. Hinzu kommen Selbstauskünfte von Personen oder Firmen. Zum anderen verfügen Auskunfteien über Datenbanken mit Informationen zur Zahlungsmoral der Kunden von angeschlossenen Unternehmen. Zudem arbeiten viele eng mit Inkassofirmen zusammen.

Bonitätsabfrage und Datenschutz

Eine Bonitätsabfrage unterliegt dem Datenschutz. Deshalb ist sie nur dann erlaubt, wenn ein "berechtigtes Interesse" besteht. Was genau darunter zu verstehen ist, legt das Bundesdatenschutzgesetz fest. Ein berechtigtes Interesse nach § 29 Bundesdatenschutzgesetz liegt z. B. vor, wenn ein Unternehmen Waren auf Rechnung versendet oder einen Dienstleistungs- bzw. Werkvertrag schließen möchte, der mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden ist. Das gilt auch für laufende Geschäftsbeziehungen, die mit einem permanenten wirtschaftlichen Risiko verbunden sind. (Vorleistungen müssen erbracht werden.)

Bonitätsabfragen werden oft kritisiert. Viele Menschen haben den Eindruck, dass die Kriterien und Gewichtungen subjektiv sind. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Bonitätsinformationen sind objektiv nachprüfbar und werden aufgrund statistischer Analysen gewichtet.

Als Bonität bezeichnet man die Einschätzung einer Person oder Firma hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit und -willigkeit. Das bedeutet: Je höher die Bonität einer Person ist, desto mehr steht sie im Ruf, ihre Rechnungen pünktlich zahlen zu können und zu wollen. Im Deutschen spricht man auch von Kreditwürdigkeit.

Für Unternehmen ist es wichtig, die Bonität eines zukünftigen oder aktuellen Geschäftspartners einschätzen zu können. Der Vertragspartner möchte wissen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein Geld bekomme? Man spricht auch von der Ausfallwahrscheinlichkeit. Je geringer diese ist, desto höher ist die Bonität. Hierfür gibt es im Geschäftsleben verschiedene Methoden der Bonitätsprüfung. Diese Verfahren basieren auf betriebswirtschaftlichen Theorien und mathematisch-statistischen Werten. Eine solche Prüfung kann aus unterschiedlichen. Ursachen erfolgen. Der klassische Fall ist der Bankkredit. Aber auch andere Firmen wie Autohändler, Baufirmen oder Versandhäuser wollen wissen, wie es um die Bonität von potenziellen Kunden steht.

  • Einfache, direkte Kommunikation
  • Schnelle Problemlösung
  • Unbürokratische Abwicklung
  • Individuelle Zahlungspläne
Jetzt registrieren »

Einfach mit Ihrem Aktenzeichen einloggen und Kontakt zu unserem Kundenservice aufnehmen. Wir helfen Ihnen gern!

@:Support Formular
Bei technischen Fragen oder
Fragen zum Anmeldeprozess