Inkasso - Dienstleister, die besser sind als ihr Ruf

Die gewerbliche Beitreibung fälliger Forderungen bezeichnet man als Inkasso. Ein Gläubiger darf einen Dienstleister für das Inkasso beauftragen, sobald sein Schuldner in Verzug geraten ist. Meist ist vorher ein kaufmännisches Mahnverfahren erfolglos geblieben. Spätestens mit der ersten  Mahnung gerät der Schuldner in Verzug. Die Inkassokosten hat dann der Schuldner zu tragen. Sie gelten als Verzugsschaden. Inkasso ist eine wichtige Stütze im Geschäftsleben. Denn durch säumige Schuldner gerät ein Unternehmen unter Umständen selbst in Zahlungsschwierigkeiten.

Gesetzliche Grundlagen des Inkassos

Die Tätigkeit von Inkassounternehmen regelt das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG). Für eine Tätigkeit im Bereich Inkasso benötigt man eine Erlaubnis. Die Voraussetzungen für eine Inkasso-Tätigkeit sind eine ausführliche juristische Schulung (z.B. Sachkundelehrgang beim Bundesverband Deutscher INkasso-Unternehmen e.V.), ein einwandfreier Lebenslauf sowie wirtschaftlich gesicherte Verhältnisse.

Dienstleistungen im Inkasso

Inkassounternehmen werden beauftragt, um fällige Forderungen im Namen ihrer Kunden einzuziehen. Das Inkasso zählt zu den Tätigkeiten des Forderungsmanagements. Im außergerichtlichen Inkasso werden die Forderungen zunächst auf ihre Schlüssigkeit hin geprüft. Anschließend werden die Schuldner angeschrieben oder telefonisch kontaktiert. Außerdem eröffnet das Inkassounternehmen ein Kundenkonto zur Zahlungsabwicklung. Ein Grundsatz im professionellen Inkasso ist es, den Ausgleich zwischen Schuldner und Gläubiger zu suchen. Der Schuldner erhält durch das Inkasso noch einmal eine Möglichkeit, die offenen Forderungen zu begleichen, bevor der Fall ans Gericht geht. Deshalb sollten sich Schuldner in jedem Fall mit dem Inkassounternehmen, dem ihr Fall übergeben wurde, in Verbindung setzen.  Die berühmte Vogel-Strauß-Taktik ist immer die schlechteste Variante.

Weiterführende Angebote im Inkasso

Dienstleister, die im klassischen Inkasso tätig sind, bieten ihren Kunden oft zusätzliche Services an. Dazu gehört die Betreuung des gerichtlichen Mahnverfahrens, wozu Inkassounternehmen seit 1. Juli 2008 berechtigt sind. Dabei reicht der Gläubiger oder sein Vertreter einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides beim zuständigen Mahngericht ein. Wird diesem nicht widersprochen, folgt letztlich der Vollstreckungsbescheid. Ansonsten kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Diese Maßnahmen ziehen erhebliche Kosten nach sich, die zu der Hauptforderung gegen den Schuldner hinzugerechnet werden. Eine vorherige Abwicklung mittels Inkasso ist auch für den Schuldner die günstigere Lösung. Auch die Übernahme anderer Bereiche des Forderungsmanagements können Unternehmen mit einem Dienstleister vereinbaren. Denkbar sind die Auslagerung des Mahnwesens, Factoring, Billing oder der Debitorenbuchhaltung. Mehr Informationen zu diesen Bereichen finden Sie hier bei www.inkassoportal.de.

Inkasso: erster Ansprechpartner für den Schuldner

Sobald ein Unternehmen einen Fall an ein Inkassounternehmen übergeben hat, laufen Kommunikation und Zahlungen über den Dienstleister. Sollten Sie also Post bezüglich Inkasso von einem Unternehmen von arvato infoscore bekommen haben, wenden Sie sich bitte an den genannten Ansprechpartner und nicht mehr an Ihren ursprünglichen Gläubiger. Auch Zahlungen sollten Sie unbedingt an das Inkassounternehmen leisten. Nur wenn der Zahlungseingang auf dem genannten Konto festgestellt werden kann, lässt sich der Prozess aus Mahnungen und Gebühren aufhalten.

Kosten im Rahmen des Inkassos

Die Kosten, die durch das Inkasso entstehen, gehören zum Verzugsschaden bzw. den Rechtsverfolgungskosten und müssen deshalb letztlich vom Schuldner getragen werden. Der Gläubiger geht hier gewöhnlich in Vorauskasse. Die Höhe der Inkassokosten richtet sich nach § 4 Abs. 5 RDGEG (Einführungsgesetz zum Rechtsdienstleistungsgesetz). Danach orientieren sich die Inkassounternehmen an der anwaltlichen Gebührenordnung, dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Gemäß der genannten Norm gilt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz hinsichtlich der Höhe der Inkassokosten für Inkassunternehmen analog. Weitere Kosten entstehen beispielsweise, wenn im Rahmen des Inkassos Ermittlungen (aktuelle Adresse) erforderlich sind.

Inkasso - eine ehrenwerte Tätigkeit

Inkasso leidet oftmals unter einem schlechten Ruf. Dieser ist bei seriösen Unternehmen allerdings nicht gerechtfertigt. Denn sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung von Insolvenzen und zu einer erhöhten Sicherheit im Geschäftsleben. Dies sichert die Arbeitsplätze der in den jeweiligen Unternehmen Beschäftigten. Bei einer hohen Quote von Zahlungsausfällen würden sich zudem die Preise erhöhen ‒ den Schaden hat letztlich der Verbraucher.

Einen professionellen Dienstleister für Inkasso zu erkennen, ist einfach: Einwandfreie, höfliche Umgangsformen sind ein Indiz. Außerdem deutet die Organisation in einem Interessenverband wie beispielsweise dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) darauf hin, dass ein Dienstleister für Inkasso seriös ist. Das Inkassounternehmen von arvato Financial Solutions ist Mitglied im BDIU.

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