Letzte Mahnung - die letzte außergerichtliche Mahnung vor gerichtlichen Schritten

 

Wenn ein Kunde trotz erbrachter Leistung seine Rechnung für eine Ware oder einen Service nicht bezahlt, gibt ein Unternehmen den Vorgang an sein Mahnwesen. Der Schuldner wird daraufhin durch verschiedene  Mahnungen dazu aufgefordert, seiner Verpflichtung nachzukommen. Dieses kaufmännische Mahnverfahren endet normalerweise mit einem unmissverständlichen Schreiben: der letzten Mahnung. Diese räumt dem Schuldner noch ein letztes Mal die Möglichkeit ein, seine Rechnung zu bezahlen, bevor das Unternehmen weitere Schritte einleitet, die für den Schuldner unangenehme Folgen haben können. Die letzte Mahnung ist also im Sinne des Kunden.

Letzte Mahnung - ein Dienst am Kunden

Innerhalb des kaufmännischen Mahnwesens hat es sich eingebürgert, dass einem säumigen Kunden drei Mahnungen geschickt werden, um ihn an seine Verpflichtung zu erinnern. Dabei ist die dritte auch die letzte Mahnung. Dieses Vorgehen ist von seiten der Unternehmen allerdings reine Höflichkeit und Dienst am Kunden. Eine gesetzliche Pflicht zu drei Mahnungen oder einer letzten Mahnung vor der Einleitung weiterer Schritte gibt es nicht. Ob ein Unternehmen das Recht hat, einen Inkassodienstleister zu beauftragen oder ein gerichtliches Mahnverfahren zu erwirken, ist in der Hauptsache eine Frage des Zahlungsverzuges.

Die letzte Mahnung und Zahlungsverzug

Zahlungsverzug  entsteht, wenn eine berechtigte Forderung fällig ist und nicht innerhalb der geltenden Zahlungsfrist beglichen wird. Das bedeutet im Einzelnen: Es bedarf keiner (letzten) Mahnung, um einen Schuldner in Verzug zu setzen. Ist eine bestimmte Zahlungsfrist vereinbart,  entsteht der Verzug, wenn die Frist verstrichen und die Forderung immer noch offen ist. Wurde keine explizite Frist vereinbart, gilt eine Zeitspanne von 30 Tagen, ab dem Zeitpunkt, an dem der Kunde die Leistung sowie die Rechnung erhalten hat. Allerdings muss er auf diesen Umstand hingewiesen werden. Für diese Vorgänge ist keine zusätzliche Zahlungserinnerung, geschweige denn eine letzte Mahnung, nötig. Wenn eine Rechnung, die auf einer berechtigten Forderung beruht, fällig ist und der Schuldner noch nicht gezahlt hat, kann ein Unternehmen auch vor Ablauf von 30 Tagen eine erste Mahnung versenden. Dann setzt diese den Schuldner in Verzug. Sollte es also zu einer letzten Mahnung kommen, befindet sich der Schuldner zu diesem Zeitpunkt bereits im Zahlungsverzug.

Kosten für eine letzte Mahnung

Auch für die Mahnkosten spielt die Frage des Verzuges eine entscheidende Rolle. Beginnt der Zahlungsverzug mit der ersten Mahnung, dürfen für diese keine  Kosten erhoben werden. Spätestens ab der zweiten Mahnung und in jedem Fall für die letzte Mahnung sind jedoch pauschale  Kosten von bis zu fünf Euro üblich und werden auch gerichtlich anerkannt. Im Allgemeinen muss der Schuldner dem Gläubiger den sogenannten Verzugsschaden ersetzen. Dazu zählen auch die Kosten, die durch die Beauftragung eines Inkassounternehmens oder Anwalts entstehen.

Die letzte Mahnung - was steht drin?

Die letzte Mahnung ist eine Gelegenheit, reinen Tisch zu machen, die Schuldner nicht verstreichen lassen sollten. Es gibt keine festgelegte Form für eine letzte Mahnung. Wie jedes Mahnschreiben enthält auch eine letzte Mahnung das jeweilige Datum, das Zahlungsziel, die Namen und Adressen von Gläubiger und Schuldner, die (ursprüngliche) Rechnungsnummer sowie eine letzte Zahlungsfrist. Im Allgemeinen weist die letzte Mahnung auch explizit darauf hin, dass weitere Schritte eingeleitet werden, wenn die fällige Zahlung nicht bis zum ausgewiesenen Termin eingegangen sein sollte. Außerdem führt die letzte Mahnung auch die Hauptforderung und die Mahnkosten auf.

Was folgt auf die letzte Mahnung?

Eine gesetzliche Regelung, nach der ein Unternehmen einem säumigen Schuldner insgesamt drei Mahnungen schicken muss, gibt es also nicht. Insofern ist die letzte außergerichtliche Mahnung keine Voraussetzung dafür, weitere Schritte einleiten zu können. Das Unternehmen ist dazu berechtigt, sobald der Schuldner in Verzug ist und auf eine Mahnung nicht reagiert. Zu diesen Maßnahmen gehört das gerichtliche Mahnverfahren, über das der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel erwirbt. Alternativ kann der Gläubiger aber auch zunächst einen Inkassodienstleister damit beauftragen, die fällige Forderung beizutreiben. Nur aus Kulanz versenden viele Unternehmen vorher eine dritte und letzte Mahnung.

Die letzte Mahnung vom Inkassounternehmen

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