Das Risikomanagement: Mit vorausschauender Vorsicht zum unternehmerischen Erfolg

 

Strategien zum Risikomanagement finden sich in allen Lebensbereichen. Auch die Geschäftswelt hat spezifische Methoden für ein wirksames Risikomanagement entwickelt. Hierbei geht es um die Erkennung, Analyse, Bewertung und Kontrolle von Risiken. Diese werden nach den Faktoren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß in eine Risikomatrix übertragen.

Die größte Gefahr für ein Unternehmen ist die Insolvenz. Deshalb bietet das Risikomanagement Strategien, mit denen die Zahlungsunfähigkeit und die Insolvenz vermieden werden können.

Risikomanagement bewahrt vor Insolvenz

Bei einer Insolvenz spielen interne und externe Faktoren eine Rolle. Fehlplanungen und Fehleinschätzungen in der Führungsspitze zählen zu den internen Faktoren. Diese müssen Unternehmen rechtzeitig erkennen und dementsprechend reagieren. Die externen Faktoren entziehen sich dagegen meist dem Einfluss des einzelnen Unternehmens. Konjunkturelle Veränderungen oder die Ankunft neuer Mitbewerber kann eine Abteilung für Risikomanagement kaum beeinflussen. Allerdings können diese externen Faktoren genau beobachtet und frühzeitig entsprechende Vorkehrungen getroffen werden.

Begriffe rund ums Risikomanagement

Ein gutes Risikomanagement behält viele Gefahren und deren Entwicklungen im Blick. Bei einem produzierenden Unternehmen hat das Sicherheitsmanagement als Teilbereich im Risikomanagement eine große Bedeutung. Ein technisches Risiko kann durch verschiedene Ereignisse entstehen, wie beispielsweise einen Stromausfall in der Produktion. Es ist Aufgabe des technischen Risikomanagements solche Gefahren zu identifizieren und eine qualifizierte Einschätzung zu liefern: Bewertet werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Schadenhöhe. Aus diesen beiden Faktoren leiten das Risikomanagement und die Unternehmensführung die Höhe der Mittel ab, die zur Abwendung des Ereignisses eingesetzt werden. Im genannten Beispiel könnte die Finanzierung von Notstromaggregaten darunter gefasst werden.

Beim finanziellen Risikomanagement geht es darum, finanzielle Einbußen abzuwenden. Zu den hier relevanten Risiken zählen das Marktpreisrisiko und das Liquiditätsrisiko. Das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens besteht darin, dass es sich Finanzmittel ‒ beispielsweise in Form von Krediten ‒ nicht zu den notwendigen Konditionen besorgen kann. So können Unternehmen Darlehen gar nicht oder nur zu erhöhten Kosten bewilligt werden. Diese Entscheidung ist vom eigenen Risikomanagement der Bank abhängig. Es bewertet die Bonität des Unternehmens und gewährt Kredite auf der Basis der entsprechenden Analyse. Eine Strategie im Risikomanagement zur Kontrolle dieses Problems ist die regelmäßige Beobachtung der eigenen Bonität.

Risikomanagement: Maßnahmen gegen das Kreditrisiko

Eine wichtige Aufgabe im Risikomanagement ist die Beherrschung des Kreditrisikos. Man spricht auch vom Ausfallrisiko. Das Kreditrisiko zählt zu den Finanzrisiken. Der Begriff bezeichnet die Gefahr, dass ein Schuldner seinen Kredit gar nicht beziehungsweise nur teilweise oder zu spät zurückzahlt. Ein solcher Ausfall von Krediten belastet die Liquidität von Unternehmen und könnte zur eignen Insolvenz beitragen.

Bei Kreditgeschäften geht es nicht nur um Bankdarlehen. Auch alle anderen Geschäfte und Verträge, bei denen ein Unternehmen in Vorleistung geht, gewähren dem Kunden einen kurzfristigen Kredit. Ein Beispiel ist die Warenbestellung auf Rechnung. Im Zeitraum zwischen der Lieferung und der Bezahlung gewährt das Unternehmen seinem Kunden einen Kredit und geht damit das Risiko ein, dass dieser Kredit nicht getilgt wird.

Ein erfolgreiches Risikomanagement wirkt dem Ausbleiben der Zahlungen mit verschiedenen Methoden entgegen. Ein zentraler Punkt ist das Vermeiden einer risikobehafteten Geschäftsbeziehung. Hierzu informiert sich ein unternehmerisches Risikomanagement über die Bonität potenzieller Kunden, bevor ein Geschäft ansteht. Bei Telekommunikationsunternehmen ist dieses Vorgehen üblich. Oft überprüfen sie die Kreditwürdigkeit einer Person, bevor ein Handyvertrag abgeschlossen wird. Denn auch hier geht das Unternehmen in Vorleistung.

Aktives Risikomanagement in den Kundenbeziehungen: Bonitätsprüfung und Co.

Für das aktive Risikomanagement holen sich viele Unternehmen Unterstützung und beziehen externe Dienstleister wie arvato infoscore ein. Automatisierte Bonitätsprüfungen von Neu- und Bestandskunden sichern hier das Ausfallrisiko ab. Es gilt: je besser die Datenbasis, desto genauer die Information. Scoring gehört hier zu den üblichen und effektiven Methoden, die Unternehmen vor Schaden zubewahren. Eine umfassende Bonitätsprüfung senkt dabei nicht nur das Ausfallrisiko, sondern spart Unternehmen auch viele Folgekosten bei Mahn- und Inkassotätigkeiten.

Das Risikomanagement bei Kundenbeziehungen hat das Ziel, risikoreiche Kunden zu identifizieren und abzuschätzen, ob sich diese Geschäftsbeziehung lohnen kann. Im Zweifelsfall vermeidet ein Unternehmen den jeweiligen Kundenkontakt. Bei Versandhändlern nutzt das Risikomanagement Prüfmechanismen, um betrügerisches Verhalten und auffällige Bestellmuster schon im Vorfeld zu erkennen.

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